Am Wochenende stand mal wieder eine Hüttentour an - es wird höchstwahrscheinlich die letzte gewesen sein... Am Samstag haben wir uns aufgemacht, um die berüchtigte Fosenkoia aufzusuchen. Die hat deswegen einen zweifelhaften Ruf, weil wir schon von einigen Gruppen gehört haben, dass der Weg dahin sehr schwer sei und manchmal zwar gebucht, aber dann nie aufgefunden wird. Wir haben auf jeden Fall gleich von vornherein eingesehen, dass der offiziell beschriebene Weg zu schwer ist und sind einen ganz eigenen gegangen; die Marschrichtung hieß zuerst nach Osten, bis ein Weg von der Hauptstraße abgeht, dann immer dem Fluss hinterher bis zur Hütte. Und tatsächlich haben wir die Hütten nach 3 Stunden und nur einmal ratlos im Wald stehen noch vor Einbruch der Dunkelheit gefunden... Damit lagen wir wohl gut im Schnitt, laut Beschreibung dauert der Weg dahin 39 Minuten bis 24 Stunden.
Auch hier wird der 1. Mai gefeiert, jedoch nicht mit Maibaumaufstellen und Bier, sondern wie in den Städten üblich mit Paraden und Marschmusik. Aber anscheinend kann man hier über die Arbeitsbedingungen kaum klagen; mehr als die Hälfte der Umzugsgäste gehörte nicht einer Gewerkschaft, sondern irgendeinem politischen Verein an, wie z.B. die Liberation Tigers of Tamil Eelam, unzählige Pro-Palästina-Gruppen, einige Anti-Israel-Gruppen, eine "Global Intifada"-Gruppe und die gängigen Kunden wie Amnesty International und attac.
fand am Sonntag statt. Leider verlor unsere Mannschaft "The selfish chickens" jedes einzelne Spiel; erstens weil uns nach 5 Minuten im ersten Spiel die Luft ausging und zweitens weil der Catenaggio überhaupt nicht funktioniert hat.
Der Sommer kommt so langsam und mit ihm auch die ersten Freiluftaktivitäten. Vergangenen Freitag zum Beispiel fand die norwegische Ausgabe des Woodstock-Festivals in der Nähe des Studentenwohnheims Steinan statt, daher SteinStock genannt. Im Gegensatz zum echten Woodstock gab es hier aber nur eine Bühne, geschätzte 60 Besucher und eine Handvoll Bands; dafür aber kein Verkehrschaos oder Versorgungsengpässe.
Wir haben leider nur eine Band länger gesehen, nämlich "Max Hardcore", mit 3 Akkordeons und einem Bass besetzt gab es zünftige Volklore. Das Hardcore im Namen bezog sich wohl auf die Trinkgewohnheiten der Band, die konnten nämlich bei ihrem Bühnenauftritt kaum mehr ihre Instrumente richtig halten... hier ein sehenswertes Video (18 MB ).
Viele spektakuläre Sachen kann man hier im Winter meiner Meinung nach nicht machen, also beschränken sich die meisten auf Schifahren und Hüttentouren. Mir ist Schifahren etwas zu teuer, d.h. die Auswahl an Freizeitaktivitäten wird etwas eng... Darum: Hüttentour, die nächste bitte!
Diesmal mit einer richtig internationalen Gruppe, aber mit eher geringem Wanderstress. Nach zwei Fährfahrten und einer Stunde wandern waren wir schon da, zurück hat uns der Bus quasi von der Hütte abgeholt; dafür gabs abends ein zünftiges Barbecue mit Fleisch und Wein aus der Plastikschachtel und am zweiten Tag sogar fließend Wasser. Den übergroßen Komfort hat der Ofen noch abgerundet, der im Zimmer gefühlte dreißig Grad produziert hat.
Vergangenes Wochenende stand die nächste Hüttentour an, diesmal in einen 40 Kilometer von Trondheim entfernten umgebauten Stall. Für wie viele Kühe der früher Platz geboten hat weiß ich nicht, aber in der Beschreibung war er groß genug für 6 Personen angegeben, was doch etwas hochgegriffen war. Aber egal, wir waren sowieso nur zu viert und diesmal hat auch alles geklappt: Die Nudeln haben gekocht, das Wetter war schön, und das Lagerfeuer am Abend war auch schnell angezündet, obwohl es wohl minus 15 Grad hatte...
Letztens waren wir wieder bei einem Eishockeyspiel. Diesmal haben wir uns aber ein Spiel ausgesucht, bei dem die Trondheim Black Panthers favorisiert waren; das heisst es spielte der Vorletzte (Trondheim) gegen den abgeschlagen Letzten (Manglerud Stars). Prompt hat die Heimmannschaft auch einen Kantersieg eingefahren (7:2), das einzig Schlechte am Spiel war die schlechte Zuschauerbeteiligung, was dem Spiel eher eine Atmosphäre wie in der Fussball-Kreisklasse Oberallgäu Mitte gab...
Wissenswertes, Neues und Interessantes über mein Austauschjahr in Trondheim / Norwegen
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